Taijiquan (Tai Chi) gehört in China zu den „Kampfkünsten“ (Wushu). Taijiquan wird dabei den inneren Kampfkünsten (Naijiaquan) zugeordnet.
Der Legende nach entwickelte sich diese „innere Schule“ auf dem Wudang Berg (Wudangshan) von Ende der südlichen Song-Zeit (1127 – 1279) bis Anfang der Ming-Dynastie (1368 – 1644). Genaue Quellen gibt es dazu nicht. Im Allgemeinen gilt aber Zhang Sanfeng als Begründer des Taiji Faustkampfes.

Der Ursprung der Verbreitung des Taijiquans wird oftmals der Familie Chen aus Henan zugeschrieben, daher die Bezeichnung Chen Stil. Im Laufe der Zeit bildeten sich durch verschiedene Lehrer mehrere unterschiedliche Stile heraus, unter anderem der Yang Stil, der eine große Verbreitung in den USA und Europa erfahren hat.
Wenn man nun den Aspekt der Gesundheitsförderung und Gesunderhaltung betrachtet, kann man drei Schwerpunkte im Taijiquan beobachten: Die allgemeine Beweglichkeit wird durch die runden spiralförmigen Bewegungen auf Dauer verbessert. Durch die tiefe Bauchatmung wird eine massageartige Wirkung auf die inneren Organe erreicht und damit die Arbeit der Organe unterstützt. Durch Absenken des Qi (Lebensenergie, Atem) sowie Bewahren der Vorstellungskraft im Dantian (Energiezentrum) wird die Mitte gestärkt.
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